Kundalini Yoga NRW

SADHANA

Grundsätzliches zum Sadhana

Kundalini Yoga NRW Ghyan Mudra

Jeder Tag ist anders. jeden Tag bin ich anders. Innerhalb von 72 Stunden erneuert sich jede Zelle im Körper. Krankheiten kommen und gehen. Motivierung ist stärker und schwächer.

Die Entscheidung für ein beständiges Ausüben der spirituellen Disziplin ist die Konstante im beständigen Wechsel des Lebens mit all seinen geistigen Veränderungen und Unsicherheiten. Durch die eingegangene Verpflichtung schaffe ich eine Priorität im Leben, die Vorrang vor allem anderer hat Die Beziehung zum unendlichen, universellen Selbst ist der Punkt in meinem Leben, um den sich mehr und mehr alles dreht. Ebenso entwickele ich mein endliches Selbst und es wird zu einem Kanal der unbegrenzten Natur.

Die Yoga Schriften empfehlen ein Sadhana von mindestens 2 1/2 Stunden vor dem Sonnenaufgang. (In unseren Breitengraden, die sich durch stark wechselnde Sonnenaufgang- Zeiten im Verlauf des Jahres auszeichnen, sind feste Zeiten zu empfehlen) Ein Zehntel des Tages sei Gott gewidmet. Der ,,Zehnte", im Indischen ,,Dasvandh" ist ja auch der Anteil an unserem Einkommen, den wir selbstlos wieder Bedürftigen zur Verfügung stellen sollen. Yogi Bhajan hat einmal erwähnt, daß die Zeit um 3 Uhr morgens mit dem Herzzentrum verbunden ist.

Auch das Jap-ji, unser Morgen- -Gebet, daß wir in unserem Sadhana zuallerst sprechen, hat eine Beziehung zum Herzen, ist ein ,Gesang der Seele'. In diesen frühen Stunden ist der Schutz der Aura, und die Fähigkeit geistig mit unserem spirituellen Lehrer in Beziehung zu treten am wirksamsten. Prana, die universelle Lebensenergie ist in dieser Zeit konzentrierter. Körperliche und geistige Reinigung und Stabilisierung wird in diesen Stunden leichter erreicht als zu jeder anderen Tageszeit. Nur wenige Menschen sind wach und der Lärm und die Geschäftigkeit des Tages stören noch nicht.

Ein Sadhana bringt dem Übenden sehr viel Segen. Doch zuvor wird er getestet.

Es werden sich Dir mit Sicherheit viele Hindernisse in den Weg stellen, wenn du deine spirituelle Disziplin beginnst täglich auszuführen. Gelingt es Dir alle Hindernisse nach und nach zu überwinden, wird deine Willenskraft, dein Selbstvertrauen und deine Fähigkeit, dich geistig zu konzentrieren sehr gestärkt sein. Diese Beständigkeit schenkt deinem Leben einen Rhythmus und das ist keine geringe Leistung. Hier werden alle unterschiedlichen Teile deines Selbst in Einklang gebracht. Der ganze Tag läuft harmonischer ab. Und jeden Tag wird es einfacher, deine Übungen durchzuführen. Wird es Dir möglich, Sadhana ohne äußere Probleme quasi als Routine auszuüben, erreichst du den Zustand von Radhana. Das ist eine Phase, innerer Reinigung und der Auflösung unterbewusster Widerstände. Im Anschluss an diese Phase kennen die yogischen Schriften nur noch einen Zustand: Prabhupati - die Meisterschaft. Im Prabhupati wird jeder Augenblick des Tages zu einem bewußten Sadhana in jeden Moment fließt universelles Bewusstsein.

Sadhana ist eine tägliche Einweihung

Im Kundalini Yoga wenden wir uns gegen geheime Einweihungen. Wir sind der Überzeugung, daß spirituelles Wissen heute offen für alle Suchenden verfügbar sein sollte, jeder sollte den Weg klar sehen, und auch wissen, daß es an ihm selbst liegt, wo er Ist. Jeden Morgen im Sadhana verneigen wir uns vor der Unendlichkeit Gottes. Unser höheres Selbst weiht unser niederes Selbst ein, und das ist das Geheimnis der Geheimnisse. Und die ganze Welt hilft bei dieser täglichen Einweihung. Wenn wir mit dem Sadhana beginnen, ist um uns herum nur Dunkelheit und nur ein ganz kleiner Teil der Aktivität findet im Äußeren statt. Während wir dasitzen und über den unendlichen Schöpfer kontemplieren, bricht allmählich der Tag an. Jede Zelle unseres Wesens geht den Weg von der Dunkelheit zum Licht und erfährt dabei die Kraft und Führung der Meditation. Der Geist ist empfänglich und voller Vertrauen. Er wird über Unwissenheit hinaus zu einem höheren Sehvermögen geführt. Ein Mensch, der Sadhana ausübt, beginnt zu strahlen, er ist inspirierend und erlangt die natürliche Fähigkeit, andere zu leiten. Sadhana in einer Gruppe auszuüben, hat eine weitaus intensivere Wirkung und erhöht die zwischenmenschliche Sensibilität. Zu Beginn des Sadhana haben alle eine unterschiedliche Schwingung. Einige haben noch Traumerinnerungen, andere haben schon die Tagesverpflichtung im Kopf. Die Energie der Gruppe wird durch das Sadhana harmonisiert und gelenkt. Die elektromagnetischen Felder der Einzelnen bilden zusammen eine Gruppen-Aura. Selbstverständlich ist bei der Auswahl des Raumes auf Sauberkeit und liebevolle Ausgestaltung zu achten. Es gibt wunderschöne Räume, die nur zum Meditieren benutzt werden. Allein in solchen Raum einzutreten, regt zur Meditation an. Es wird empfohlen vor dem Sadhana immer eine kalte Dusche zu nehmen, und reine weiße Kleidung anzuziehen.

Text Sat Hari Singh

 

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